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Kippfenster-Syndrom

              

Lebensgefahr für Katzen

Es klingt niedlich, hat aber einen ernsten und traurigen Hintergrund: Das sogenannte Kippfenster-Syndrom. Trotz vieler Bemühungen um Aufklärungen kommt es so häufig vor, dass sich eigens dieser Name dafür etabliert hat. Doch was ist das Kippfenster-Syndrom überhaupt und wie können Sie verhindern, dass Ihre Katze dadurch lebensgefährlich verletzt wird? Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zum Kippfenster-Syndrom.

Was ist das Kippfenster-Syndrom und warum ist es so gefährlich?

Besonders im Frühling und Sommer kommt das Kippfenster-Syndrom häufig vor. Denn gerade in diesen Jahreszeiten wird in Wohnungen und Häusern wegen der angenehmen Temperaturen viel gelüftet. Katzen versuchen dann oft, durch ein auf Kipp stehendes Fenster zu klettern. Doch leider bleiben viele dieser Samtpfoten in dem Spalt stecken. Wenn die Katze dann versucht, sich zu befreien, rutscht sie durch die Bewegungen immer tiefer in den Fensterspalt und wird immer mehr eingequetscht.

„Dabei können schwerste innere Verletzungen an Knochen, Nerven und Organen entstehen, die oft zu irreparablen Schäden und sicherlich auch zu großen Schmerzen führen“, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. „Es werden zwar viele Katzen noch lebend gefunden, oft müssen sie dann aber doch eingeschläfert werden, da die Schädigungen zu schwerwiegend sind.“ Es kann aber auch passieren, dass die Katzen schon verenden, während sie eingeklemmt sind. Durch die Quetschung der hinteren Körperhälfte, werden die abgeklemmten Körperteile nicht mehr mit Blut versorgt und sterben ab, was wiederum schnell zu tödlichem Organ- und Herzkreislaufversagen führt. „Das ist ein elender Tod“, weiß Dr. Anette Fach.

Wie äußern sich die Symptome bei einem Kippfenster-Syndrom?

Ein typisches Symptom bei einer Katze sind gelähmte hintere Gliedmaßen. Berührungen werden aufgrund der massiven Durchblutungsstörungen entweder gar nicht oder erst viel zu spät wahrgenommen. Aber auch 

  • Blutgerinnsel,
  • Knochen- oder Gelenkbrüche,
  • Verletzungen von Nerven und
  • Schäden der inneren Organe (zum Beispiel Darm oder Niere),
  • Verlust von Körperteilen (zum Beispiel Bein),
  • Querschnittslähmung

können eine Folge des Kippfenster-Syndroms sein.

Was tun, wenn die Katze im Kippfenster eingeklemmt ist?

Sollte Ihre Katze in einem Kippfenster eingeklemmt sein, dann sollten Sie sofort versuchen, sie zu befreien. Denn je länger sie eingeklemmt ist, desto größer ist die Gefahr, dass sie langanhaltende Schäden davon trägt. Aber Vorsicht! Eine Befreiung der eingeklemmten Katze birgt Gefahren. Denn eine erneute Durchblutung der Körperteile kann zum Beispiel durch Blutgerinnseln zu unabsehbaren Spätfolgen führen.

Um Ihre Katze zu befreien, ziehen Sie sich Handschuhe an. Denn Ihre Katze befindet sich in einer Ausnahmesituation und ist höchstwahrscheinlich verängstigt und sehr schmerzgeplagt. Nähern Sie sich Ihrer Katze langsam und sprechen Sie in einem ruhigen Ton mit ihr. Nehmen Sie eine Hand und platzieren Sie sie unter der Brust der Katze, die andere sollte oberhalb der Katze platziert werden. Heben Sie dann Ihren eingeklemmten Vierbeiner langsam hoch, halten Sie ihn dabei gut fest, um weitere Verletzungen zu vermeiden. Im Anschluss fahren Sie bitte sofort zum Tierarzt, um Spät- und Folgeschäden zu vermeiden.

Wie kann ich es verhindern?

Achten Sie auf Ihre Fenster! Auch wenn Ihre Katze bislang kein Interesse an Kippfenstern gezeigt hat, sollten Sie sie auf keinen Fall alleine in einem Raum mit einem ungesicherten Fenster lassen. Es kann ausreichen, dass auf der anderen Seite der Scheibe etwas Spannendes passiert, um die Katze zu motivieren, hindurch zu schlüpfen oder mit der Pfote durch den Spalt zu langen.

Um nicht auf geöffnete Fenster verzichten zu müssen, gibt es zahlreiche Hilfsmittel. Besonders gängig ist der sogenannte Kippfensterschutz. Dabei werden spezielle Gitter rund um das Fenster montiert. Sie verhindern, dass die Katze in den Spalt gelangen kann. Natürlich können auch andere Gitter oder Netze montiert werden. Weiterhin gibt es spezielle Keile für die Fenster. Sie verhindern, dass die Katze in den engen Spalt rutschen kann.

Natürlich können Sie Ihr Fenster auch vollständig öffnen und davor ein stabiles Netz anbringen, sodass die Katze nicht hinaus kann. Dabei sollten sie aber darauf achten, dass das Fenster bei Durchzug nicht zuschlagen kann. Ist Ihr Fenster gut gesichert, kann Ihre Katze gemütlich und gefahrlos auf der Fensterbank liegen, hinausschauen und die Aussicht genießen.

Vorsicht auch vor dem „High-Rise-Syndrom“

Sollte es Ihre Katze doch durch das Kippfenster nach draußen geschafft haben, wartet dort die nächste Gefahr. Das sogenannte High-Rise-Syndrom bezeichnet Verletzungen, die durch den Sturz von Katzen aus ungesicherten Fenstern, Dachterrassen oder Balkonen entstanden sind. Unzählige Katzen landen dadurch jedes Jahr mit schwerwiegenden Verletzungen in der Notfallaufnahme. Denn Katzen können bei einem Sturz aus großer Höhe eine Fallgeschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometern erreichen. Passiert dies, strecken die Tiere beim Fall die Beine horizontal vom Körper weg. Die Krafteinwirkung wird beim Aufprall zwar gleichmäßig verteilt, dennoch kommt es dadurch zu gefährlichen Verletzungen des Kopfes, des Brustkorbes und der Bauchorgane. Daher ist es wichtig, dass Sie stets Ihre Fenster und Türen mit zum Beispiel Katzennetzen gut sichern.


Rund um den Giftköder

Tödliche Gefahr für Hund

Hundehasser platzieren sie überall dort, wo Hunde regelmäßig anzutreffen sind: Giftköder. Die mit Gift oder scharfkantigen Gegenständen versehenen Wurststückchen, Hackfleischbällchen oder Leckerlis werden in den meisten Fällen sehr gerne von unseren Vierbeinern angenommen – mit tragischen Folgen.

Wir haben für Sie ein paar Tipps zusammengestellt, damit Sie auf den Ernstfall vorbereitet sind.

Keine Zeit verschwenden und sofort zum Tierarzt!

Hegen Sie auch nur den kleinsten Verdacht, dass Ihr Liebling einen Giftköder aufgenommen haben könnte, müssen Sie schnell handeln und ihn zum Tierarzt bringen. Die meisten Giftköder verursachen schon binnen kürzester Zeit erste Vergiftungsanzeichen.

Mögliche Symptome einer Vergiftung

  • Erbrechen ist ein häufiges und oft das erste Symptom von Vergiftungen.
  • Übermäßiges Hecheln,
  • vermehrt weißer Speichel,
  • blasse Schleimhäute,
  • veränderte Pupillen und
  • eine allgemeine Teilnahmslosigkeit deuten ebenfalls auf eine Vergiftung hin.

Allerdings machen sich die Symptome nicht immer sofort bemerkbar, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Vieles hängt von der Art des Giftköders ab.

Vergiftung mit Rattengift
Hat Ihr Hund einen Giftköder mit Rattengift aufgenommen, können die ersten Symptome auch erst nach einigen Tagen auftreten. Neben Müdigkeit und Erbrechen sind blutiger Durchfall oder auch eine herabgesetzte Körpertemperatur typische Anzeichen, die auf Rattengift hinweisen. Zudem treten zwei bis drei Tage nach der Aufnahme Blutungen auf Schleimhäuten und aus den Körperöffnungen auf. Der Hund verstirbt meist innerhalb von drei bis fünf Tagen an Organversagen.

Insektenbekämpfungsmittel als Giftköder
Neben Rattengift nutzen Hundehasser auch das Insektenbekämpfungsmittel Schneckenkorn zum Präparieren von Giftködern. Dieses wirkt erheblich schneller als Rattengift. „Die ersten Vergiftungserscheinungen können bereits nach 30 Minuten einsetzen. Auch hier ist schnelles Handeln gefragt, denn gelangt das Gift in den Blutkreislauf, kann der Tierarzt nur noch symptomatisch behandeln“, gibt Dr. Anette Fach zu bedenken. „Das besonders Trügerische an Schneckenkorn ist sein süßlicher Geschmack. Aufgrund dessen wird es von Hunden, aber auch von Katzen gern gefressen.“

Betäubungsmittel und scharfkantige Gegenstände
Hundehasser nutzen alle Stoffe, die ihnen für ihre Zwecke nützlich erscheinen. So können unsere geliebten Vierbeiner auch einer Überdosis Betäubungsmittel zum Opfer fallen. „Hat Ihr Hund einen mit Sedativa gespickten Köder geschluckt, kommen die ersten Anzeichen binnen kürzester Zeit. Deutliche, auf eine Vergiftung mit Betäubungsmitteln hinweisende Symptome sind Torkeln und Bewusstseinsverlust“, erklärt die Tierärztin. Nicht weniger grausam sind Köder, die mit scharfkantigen Gegenständen wie etwa Rasierklingen oder Nägeln gespickt sind. „In diesem Fall bemerken Hundehalter häufig Blut im Maul ihres Lieblings“, sagt Dr. Anette Fach

Hände weg von Selbstmedikation! 

Im Internet lassen sich zwar Erste-Hilfe-Tipps für den Fall einer Vergiftung nachlesen, die meisten sind jedoch kaum praktikabel oder können sogar lebensgefährlich sein. „Bringen Sie Ihren Hund keinesfalls zum Erbrechen. Wurden ihm ätzende Stoffe oder scharfkantige Gegenstände verabreicht, könnten Sie dadurch seinen Zustand verschlimmern“, warnt Dr. Anette Fach.

„Auch das Verabreichen von medizinischer Aktivkohle kostet Sie im Ernstfall überlebenswichtige Zeit. Zwar binden Kohletabletten Giftstoffe im Körper, die notwendige Anzahl der Tabletten orientiert sich jedoch an ihrer Dosierung und am Körpergewicht des Tieres. Da können schnell sogar 20 bis 30 Tabletten notwendig werden, die jedoch aufgrund ihres Geschmacks nicht immer gern angenommen werden.“

Im Ernstfall zählt jede Minute. Kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt oder eine Tierklinik, kündigen Sie Ihren Notfall an und machen Sie sich schnellstmöglich auf den Weg zur tierärztlichen Behandlung. Nur eine sofortige Behandlung kann das Leben Ihres Vierbeiners retten.
 

TASSO-Tipp

Um bestmöglich für den Fall der Fälle gewappnet zu sein, sollten Tierhalter ihre Notfallkontakte kennen und immer bereithalten. Dazu gehören neben den Kontaktdaten des behandelnden Tierarztes auch Adresse und Telefonnummer der nächstgelegenen Tierklinik.


Giftköder: Nicht nur im öffentlichen Raum

Nicht nur im öffentlichen Raum fallen Hunde Giftstoffen zum Opfer. Sogar unter Nachbarn kommt es zu absichtlichen Vergiftungen von Haustieren: „Zum Beispiel, wenn sich Nachbarn vom Hundegebell gestört fühlen oder die Hundehalter ihren Hund in die benachbarte Einfahrt oder in den Vorgarten koten lassen“, weiß die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries zu berichten. Sogar auf eingezäunten Privatgrundstücken können Hunde nicht sicher sein: Das als unangenehm empfundene Tier ist nur einen Giftköderwurf über den Zaun entfernt. Hinzu kommt, dass Hundehasser auch unter dem Vorwand der Schädlingsbekämpfung Gifte auslegen. „Da beispielsweise Rattengift jedoch für Menschen und Haustiere giftig ist, darf dieses nur in entsprechenden Köderboxen ausgelegt werden. Zudem sollte die Stelle mit Warnschildern markiert werden“, erklärt Ann-Kathrin Fries. „Gemäß den Risikominderungsmaßnahmen des Bundesumweltamtes dürfen bestimmte Rattengifte sogar nicht mehr von Laien, sondern nur noch von Personen mit entsprechendem Sachkundenachweis angewendet werden.“

                                Ein lachender Hund auf einer Wiese.

Geldbuße bis hin zur Freiheitsstrafe: Rechtliche Konsequenzen für die Täter

Hinsichtlich der rechtlichen Konsequenzen für den Täter unterscheiden Juristen zwischen dem Strafrecht und dem Zivilrecht. Gemäß Paragraph 1 des Tierschutzgesetzes darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. „Ärger über das Verhalten eines Hundes beziehungsweise dessen Halter ist kein solcher vernünftiger Grund“, erklärt die Rechtsanwältin. „Je nach den Umständen begeht derjenige, der das Gift auslegt, eine Straftat nach Paragraph 17 oder eine Ordnungswidrigkeit nach Paragraph 18 des Tierschutzgesetzes. Eine Freiheitstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe sieht Paragraph 17 vor. Zusätzlich kann ein lebenslanges Tierhaltungsverbot verhängt werden. Findet Paragraph 18 des Tierschutzgesetzes Anwendung, droht dem Täter eine gehörige Geldbuße in Höhe von bis zu 25.000 Euro“, erläutert Ann-Kathrin Fries die möglichen Konsequenzen. „Neben dem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz steht auch eine strafbare Sachbeschädigung gemäß Paragraph 303 des Strafgesetzbuches im Raum. Hiernach kann der Täter mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden.“ Zusätzlich hat der Hundehalter die Möglichkeit, auf zivilrechtlichem Wege Schadensersatzansprüche gegen den Täter geltend zu machen. „Alle mit der Vergiftung in Zusammenhang stehenden Folgen wie beispielsweise die entstandenen Tierarztkosten, die Fahrtkosten zum Tierarzt, die Kosten der Einäscherung oder der Bestattung und auch der monetäre Wert des Hundes können berücksichtigt werden. Da der Hundehalter jedoch in der Beweispflicht ist, sollten unbedingt alle Beweise gesammelt, wenn möglich Fotos des ausgelegten Gifts gemacht, die Köder gesichert und Zeugen gesucht werden“, rät Ann-Kathrin Fries.
 

TASSO-Tipp

Tierhalter sollten Strafanzeige bei der Polizei oder der zuständigen Staatsanwaltschaft erstatten und sich zur Sicherheit auf Paragraph 17 und 18 des Tierschutzgesetzes beziehen. Zudem sollten sie innerhalb der dreimonatigen Frist einen Strafantrag stellen, da die Sachbeschädigung ein sogenanntes Antragsdelikt ist und ohne einen entsprechenden Antrag nur verfolgt wird, wenn die Behörde ein öffentliches Interesse sieht.


Wie verhindere ich, dass mein Hund Giftköder frisst?

Die Sorge, dass unser tierischer Freund beim Gassigehen ein Giftköder verschlucken könnte, ist immer dabei. Doch kann die Aufnahme von Nahrung verhindert werden? Auf der nachfolgenden Seite finden Sie Tipps, wie Sie die Gefahr der Aufnahme von Giftködern vermindern können.


Gefahren für Tiere im Haushalt: Hunde, Katzen und kleine Heimtiere

Darauf sollten Tierhalter im Alltag achten             

                  

Im alltäglichen Zusammenleben mit Heimtieren treten immer wieder Situationen auf, welche für die Tiere gefährlich oder sogar lebensbedrohlich sein können. Einige dieser Gefahrenquellen hat man als Halterin oder Halter im Hinterkopf, andere vergisst man im Trubel des Alltags oder sie sind einem gar nicht bekannt.

Im Folgenden hat TASSO einige Alltagsgefahren für Hunde, Katzen und kleine Heimtiere gesammelt.

Alltagsgefahren für Hunde und Katzen

Lebensmittel: Einige Lebensmittel, die für uns Menschen auf dem Speiseplan stehen, können für Hunde und Katzen gefährlich werden. Hierzu gehören unter anderem Schokolade, Kaffee, Alkohol, Weintrauben & Rosinen und Macadamianüsse. Bei Hunden führt außerdem die Aufnahme von Birkenzucker (Xylit) zu schweren Vergiftungserscheinungen. Wichtig ist zu beachten, dass diese giftigen Lebensmittel auch in verarbeiteten Produkten vorkommen können, wie in zuckerfreien Lebensmitteln oder in Gebäcken.

Zimmerpflanzen: Nicht nur Lebensmittel, sondern auch Pflanzen können zur Gefahr für unsere Heimtiere werden. In vielen Haushalten vorkommend und giftig sind zum Beispiel Aloe Vera Pflanzen, Birkenfeigen (Ficus benjamina), Efeututen (Epipremnum pinnatum) und der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima). Auch die Düngemittel sind häufig giftig und können zum Beispiel durch Trinken aus Untertöpfen oder Gießkannen aufgenommen werden. Hier finden Sie Informationen zu giftigen Pflanzen.

Medikamente: Einige Medikamente, die in der Humanmedizin angewendet werden, sind für Hunde und Katzen giftig und teilweise sogar lebensbedrohlich. Auf keinen Fall sollten Tiere humanmedizinische Präparate ohne tierärztlichen Rat verabreicht bekommen. Um eine versehentliche Aufnahme zu vermeiden, sollten Medikamente immer verschlossen aufbewahrt werden. Schon eine Ibuprofen-Tablette kann für eine Katze oder einen kleinen Hund giftig sein.

Dekoartikel: Viele Dekoartikel verschönern zwar das Wohnungsbild, sind jedoch für hunde- und katzentaugliche Wohnungen ungeeignet. Glas- und Keramikelemente gehen schnell zu Bruch und die Scherben haben ein großes Verletzungspotential für die Pfoten unserer Vierbeiner. Auch Weihnachtsdeko, wie Lametta, Schokoladenprodukte und Schnüre können für Hund und Katze Gefahren bergen. Lesen Sie gerne weiter zum Thema Weihnachten mit Katze und Hund.

Gefährliche Gegenstände: Kleine Gegenstände, wie Legosteine, Feuerzeuge, Münzen, Zigaretten & Co können von Hunden und Katzen leicht verschluckt werden. Sie sollten stets außerhalb der Reichweite von Tieren sein, da sie je nach Gegenstand giftig sind oder zu gefährlichen Verletzungen im Darm führen können.

Tennisbälle: Tennisbälle sind bei vielen Hunden sehr beliebt. Sie sind für Hunde aber gleich dreifach ungeeignet: Das Material ist nicht lebensmittelecht und kann giftige Rückstände enthalten, die Oberfläche ist für die Hundezähne wie Schmirgelpapier und die Bälle können verschluckt werden und bergen somit je nach Hundegröße eine enorme Erstickungsgefahr. Besser geeignet sind Hundespielzeuge und wenn ein Ball sein muss, dann sollte dieser deutlich größer sein als der Rachen des Hundes.

Laserpointer/Lichtrefelxe: Teilweise werden sie als Spielzeug angeboten und leider sind die dahinterliegenden Gefahren weiterhin noch oft unbekannt. Viele Katzen und Hunde können dazu animiert werden, hinter den sich bewegenden Lichtpunkten herzujagen. Dabei birgt das Spiel mit dem Licht gleich mehrere Gefahren. Einerseits kann der gebündelte Laserstrahl die Augen der Tiere schädigen. Außerdem kann das Spiel mit Licht und Lichtreflexen zu massivem Frust führen. Im Gegensatz zum Spiel mit greifbaren Reizen kommt es hierbei nämlich zu keinen Erfolgserlebnissen, da der Lichtpunkt stets gejagt, aber nie gefangen werden kann. Nicht zuletzt können daraus schwerwiegende Verhaltensstörungen entstehen, bei denen Hund und Katze zwanghaft alle Lichtreflexe jagen und so ein enormes Stressverhalten im Alltag zeigen.

Verbrennungen: Im Haushalt gibt es an vielen Stellen die Gefahr, dass sich Hund oder Katze verbrennen. Dies kann an den Herdplatten in der Küche, am Kamin im Wohnzimmer, an Teelichtern und Kerzen oder auch am Grill und an Grillzubehör passieren. Insbesondere bei verlockenden Gerüchen, vergessen die Tiere schnell mal, dass die Herdplatte oder der Grill für sie Tabuzonen sind. Haben Sie diese Gefahrenquellen immer im Blick und lassen Sie Ihr Tier nie unbeaufsichtigt mit heißen Oberflächen oder gar brennenden Kerzen.
 

Tipps für den Garten

Für kleinere Wildtiere sowie Vögel und Insekten sind unsere Gärten ein wichtiger Lebensraum, den wir pflegen und unseren tierischen Wildmitbewohnern zur Verfügung stellen sollten. Wir haben einige Tipps und Alternativen gesammelt, wie Sie Ihren Garten und Balkon tierfreundlich und nachhaltig gestalten können. Lesen Sie auch, wie Sie für Wild- und Haustiere Gefahren im Garten minimieren können.


Denken Sie auch daran, wenn Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind oder Ihre Katze draußen ist:

Rolltreppen: Während wir Menschen uns selbstverständlich auf eine Rolltreppe begeben, um das Stockwerk zu wechseln, kann dies für einen Hund schnell gefährlich werden. In den Ritzen zwischen den Stufen können sich die Pfotenhaare, Krallen oder auch die ganzen Pfoten verfangen und einklemmen. Durch die kontinuierliche Weiterbewegung der Rolltreppe kann dies zu schmerzhaften und folgeschweren Verletzungen führen. Daher sollten Rolltreppen mit Hunden gemieden und lieber Treppen oder Aufzüge genutzt werden.

Teiche und Pools: Gerade im Sommer sind Katzen und Hunde häufig am Wasser interessiert – sei es aus Neugierde oder zum Trinken. Wenn sie dabei in einen Gartenteich oder einen Pool fallen, können sie zwar eine Zeit lang schwimmen, finden aber häufig keine Ausstiegsmöglichkeit, um das Wasser selbstständig zu verlassen. Die sicherste Lösung ist es, diese Wasserflächen abzudecken. Hier finden Sie Ideen für Ausstiegshilfen.

Autofahren: Autofahren mit nicht gesicherten Tieren kann für Mensch und Tier gefährlich werden. Hunde und Katzen sollten immer in Transportboxen oder mit anderen geprüften Sicherungssystemen (Anschnallgurt und Autogeschirr für Hunde) gesichert werden. Auch empfiehlt es sich Hunde mit einer kurzen Leine zu transportieren, die im Falle eines Unfalls den Ersthelferinnen und -helfern die Sicherung des möglicherweise panischen oder verletzten Hundes erleichtert.

Fluchtverhalten: Selbst souveräne und gewöhnlich angstfreie Tiere können sich im Alltag erschrecken. Dabei kommt es nicht selten zu panischem Fluchtverhalten, das im Straßenverkehr schnell gefährlich wird. Für diesen Notfall sollten Hunde und Katzen immer gekennzeichnet und registriert sein. Nur so können die Tiere, sollten sie einmal entlaufen, möglichst schnell wieder nachhause kommen. Genauso wichtig ist die Prävention, um diese Fälle zu verhindern. Hunde sollten in straßennahen und wildreichen Gebieten immer durch eine (Schlepp-)leine gesichert werden und sich nur in bekannten, übersichtlichen und ungefährlichen Gegenden im Freilauf befinden. Voraussetzung ist natürlich immer ein sehr gut funktionierender Rückruf.


Besonderheit bei Freigänger- und Wohnungskatzen

Katzen leben am besten nur in Wohngegenden mit keiner direkten Nähe zu großen und viel befahrenen Straßen als Freigänger und werden schrittweise an den Freigang gewöhnt. Ganz wichtig für Freigängerkatzen ist die Kastration. Diese dient einerseits der Fortpflanzungskontrolle, andererseits aber auch der Sicherheit der eigenen Katze, da sich kastrierte Tiere mit kleineren Revieren zufriedengeben und dadurch ihre Laufwege reduzieren. So sinkt das Gefahrenpotential im Freigang.

Auch für Wohnungskatzen kann das Fluchtverhalten zum Verhängnis werden. Deswegen ist ein besonderes Augenmerk auf Türen und Fenstern gefordert, wobei ein Kippfensterschutz lebensgefährliche Verletzungen durch Einklemmung im Fenster oder Sturz aus dem Fenster vermeiden kann. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier: Kippfenster-Syndrom


                                                 
                            

Alltagsgefahren für kleine Heimtiere

Kabel: Kaninchen und Meerschweinchen nagen gerne alles an, was ihnen zwischen die Zähne kommt. Gefährlich wird es, wenn sie sich an die Isolation von Stromkabeln machen, denn das kann im schlimmsten Fall mit einem Stromschlag enden. Sichern Sie alle Kabel in Kabelkanälen oder Kabelboxen. Außerdem sollten immer ausreichend Äste und Zweige (zum Beispiel: Apfel, Haselnuss oder Weide) zur Verfügung stehen, an denen die Tiere ihrem Nagebedürfnis uneingeschränkt nachgehen können.

Badezimmer: Das Badezimmer kann für Wohnungskaninchen und -meerschweinchen gleich an mehreren Stellen zur Gefahr werden. Neugierige Tiere können in der Toilette oder einer gefüllten Badewanne landen und diese aufgrund der glatten Wände nicht selbstständig verlassen. Auch Wäschetrommeln sollten immer geschlossen und vor dem Waschgang auf blinde Passagiere überprüft werden.

Fenster, Türen, Balkon: Bei der Innenhaltung von kleinen Heimtieren müssen insbesondere die Bereiche rund um Türen, Fenster und Balkon besonders gesichert werden. Achten Sie beim Öffnen von Türen auf ein langsames und vorsichtiges Vorgehen, um kein Tier versehentlich einzuklemmen. Der Haustürbereich kann durch eine Schleuse mit einem Absperrgitter gesichert werden. Fenster können mit einem Kippfensterschutz versehen werden, damit kein Tier nach draußen gelangt, im gekippten Fenster festklemmt oder sogar aus dem Fenster stürzt. Nicht zuletzt sollten Balkone ausreichend gesichert sein, denn Kaninchensprünge werden häufig unterschätzt. Auch Meerschweinchen sind von Balkonstürzen gefährdet, da sie sich durch die kleinsten Spalten und Löcher zwängen. Am besten wird ein für kleine Heimtiere zugänglicher Balkon mit Gittern oder Volierendraht ringsherum gesichert.

Hitze, Kälte, Zugluft: Kaninchen und Meerschweinchen müssen in der Außenhaltung ausreichend vor Hitze und Kälte geschützt werden. Dafür sollten verschiedene Schattenplätze geschaffen werden. Zusätzlich können Abkühlungsinseln durch Betonplatten, gefrorene Wasserflaschen, die in Handtücher eingewickelt werden, oder eine Buddelkiste, die regelmäßig befeuchtet wird, geschaffen werden. Auch für kleine Heimtiere in Wohnungshaltung, insbesondere in Dachgeschosswohnungen, besteht die Gefahr der Überhitzung. Achten Sie auch hier auf verschiedene Abkühlungsmöglichkeiten. Bei dem Versuch, die Tiere durch geöffnete Fenster oder Ventilatoren zu kühlen, sollten Sie bedenken, dass Zugluft schnell zu Augenproblemen, wie Bindehautentzündungen führen kann.

Für den Winter sind isolierte Schutzhütten und überdachte Flächen wichtige Kriterien für eine Außenhaltung.

Falsches oder verdorbenes Futter: Die Ernährung trägt zu einem sehr großen Teil zur Gesundheit unserer kleinen Heimtiere bei. Durch Ernährungsfehler, wie zu wenig Frisch- und Raufutter und zu viel zuckerhaltiges Zusatzfutter oder Obst, können Meerschweinchen und Kaninchen erkranken. Insbesondere bei warmen Temperaturen kann das Futter schnell verderben, wodurch die Tiere Verdauungsprobleme bekommen können.


Nach dem Lesen dieser Liste, die bei weitem nicht vollständig ist, kann leicht das Gefühl aufkommen, dass es an ein Wunder grenzt, ein Tier bis ins Seniorenalter gesund und ohne lebensbedrohliche Notfälle zu begleiten. Mit dem nötigen Wissen, einem vorausschauenden Blick im Alltag und einer guten Vorbereitung der Haltung bereits vor Einzug des Tieres, können jedoch viele Gefahrenquellen vermieden werden.



Katzen müssen nicht ins Tierheim

Werdende Eltern und Katzenhalter stehen im Laufe der Schwangerschaft immer wieder vor der Frage, was mit ihrer Katze passieren soll: Schließlich müsse man überlegen, wohin das Tier, das die werdende Mutter eventuell mit Toxoplasmose infizieren könnte, umziehen könne. Es wird unterstellt, dass der Kontakt zum Schmusetiger prinzipiell eine Lebensbedrohung für das Ungeborene darstelle. „Leider werden aufgrund von Vorurteilen viele Katzen ins Tierheim abgegeben, wenn sich ein Baby ankündigt. Die Tierheime sind oft überfüllt." erklärt shelta-Leiterin Heike Engelhart.

TASSO e.V. erklärt, was zu beachten ist, damit keine Katze ihr Zuhause verlassen muss.

Nicht vom Katzenklo geht die größte Gefahr aus

Als Hauptargument für einen Auszug der Katze wird meist die Gefahr der Ansteckungsgefahr mit der Infektionskrankheit Toxoplasmose genannt. Studien belegen, dass die Hauptquelle des Erregers jedoch rohes beziehungsweise nicht durchgegartes Fleisch, wie Tartar, Steaks, Salami und Mettwurst ist. Auf den Verzehr hiervon sollten Schwangere unbedingt verzichten. Untersuchungen zufolge ist etwa jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens mit Toxoplasmose infiziert gewesen. Das Gute an der Sache: Hat die Frau einmal eine Infektion durchgestanden, bildet sie Antikörper und ist in der Regel vor weiteren Ansteckungen geschützt.

Prinzipiell sind schwangere Katzenhalterinnen gut beraten, wenn sie sich auf Toxoplasmose-Antikörper hin testen lassen. Zwar gehört dieser Bluttest nicht zur routinemäßigen Muttervorsorge, kann jedoch schnell klären, ob die Frau immun ist und somit kein Anlass zur besonderen Sorge besteht. Hat die Schwangere keine Antikörper im Blut, kann sie den Test in regelmäßigen Abständen wiederholen, um eine mögliche Infektion zeitnah zu erkennen und behandeln zu können. In jedem Fall gilt: Besprechen Sie das Thema ausführlich mit Ihrem Gynäkologen.

Hygiene im Umgang mit Katzen ist das A und O

Das Ansteckungsrisiko über den Kontakt zu Katzen ist weitaus geringer als durch den Kontakt und Verzehr mit Rohfleischprodukten. Dennoch müssen Katzenhalter wissen, dass Toxoplasmose-Erreger sich auch im Katzenkot befinden können. Hauptsächlich betroffen sind hiervon Freigänger, die den Parasiten beispielsweise über den Verzehr erlegter Mäuse zu sich nehmen und wieder ausscheiden. Wohnungskatzen sind wahrscheinlich keine Träger der Toxoplasmose, sofern sie nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden.

Tipps für schwangere Katzenhalterinnen

Katzen müssen ihr Zuhause nicht verlassen, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Wenn folgende Regeln beachtet werden, besteht in der Regel keine Gefahr der Infektion, selbst wenn das eigene Tier Träger der Toxoplasmose ist:

Der Tierarzt kann Katzen auf Toxoplasmose-Antikörper hin testen. Fällt der Test positiv aus, sollte durch eine Kotuntersuchung abgeklärt werden, ob die Katze Toxoplasmen ausscheidet. Auf jeden Fall ist besondere Vorsicht im Umgang mit dieser Katze geboten.

Nach jedem Kontakt mit der Katze sollten sich Schwangere gründlich die Hände waschen.

Schwangere sollten das Säubern der Katzentoilette jemand anderem überlassen. Steht niemand zur Verfügung, tragen sie grundsätzlich Einmalhandschuhe, die sie nach jedem Gebrauch wegwerfen. Anschließend gilt dennoch: Hände waschen.

Schwangere verzichten bei der Katzennahrung idealerweise auf rohes Fleisch.

Werdende Mütter vermeiden am Besten den Kontakt zu unbekannten oder kranken Katzen.

Diese Informationen werden von TASSO zur Verfügung gestellt und sind auf deren Internetseite nachzulesen.

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